Bremer Jazzpreis 2016

in der Kategorie „Jazz & Electronics“

Der Bremer Jazzpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und gehört zu den höchstdotierten Jazzpreisen Deutschlands. 2016 wird der überregionale Preis zum dritten Mal vergeben. Ausgezeichnet wird erneut ein innovativer und herausragender Jazz-Act.

Auch in diesem Jahr können sich Bands nicht selbst für den Bremer Jazzpreis bewerben. Die Kandidaten werden nach dem bewährtem Verfahren von einer 10-köpfigen Fachjury nominiert.
Aus den bis zu 20 nominierten Bands wählt jeder Juror nach den vorgegebenen Kriterien seine
3 Favoriten aus. Daraus ergeben sich drei Spitzenreiter, die als Finalisten zu einem Live-Konzert am 23.9.2016 in den Schlachthof, eine bekannte Bremer Konzertlocation, eingeladen werden. Dort präsentieren sie sich dem Publikum und einer 5-köpfigen Live-Jury.
Im Focus der Bewertung steht das „Gesamtkunstwerk“, d.h. die Umsetzung der Kombination aus elektronischen Elementen und Jazz bzw. improvisierter Musik, die instrumentalen und /oder vokalen Fähigkeiten sowie die Live-Performance.
Wie bisher wird auch eine Bewertung durch das Publikum in die Entscheidung der Live-Jury einfließen.

Die Auszeichnung wird innerhalb einer Kategorie vergeben, die vom „Freundes- und Förderkreis des Jazz in Bremen“ e.V. festgelegt wurde.
Die Kategorie 2016 setzt die bisherige Tradition fort, anders als andere Jazzpreise in Deutschland zu sein. Nach„Jazz mit multikulturellen Einflüssen“ in 2012 und  „Groove Jazz“ in 2014 geht es diesmal um „Jazz & Electronics“ – Jazz, der einen deutlichen
Bezug zu elektronischer Musik hat.

Bereits in den 90ern gab es mit Akteuren wie „US5“, „Guru“ oder Erik Truffaz Künstler, die Hip-Hop-Beats mit Jazz verschmolzen. Wurde damals noch maßgeblich mit Jazzsamples gearbeitet, kam es seitdem zu immer neuen musikalischen Ausdrucksformen, zunächst als „Nu-Jazz“ bekannt. In der aktuellen Jazzmusik sind solche Stilfusionen immer häufiger prägnanter Bestandteil der Musik. So arbeiten z.B. DJs regelmäßig gemeinsam mit Jazzmusikern. Bei Live Performances kommen u.a. Loops und Samples zum Einsatz oder Dancefloor-orientierte Musik wird mit Jazzelementen versehen, wie bei „Saint Germain“ oder „Jazzanova“. Bands wie “Jaja Jazzist“ oder der Pianist Bugge Wesseltoft prägen die experimentellere Seite des Genres.

In der Endrunde der 3 Finalisten, die am 23. September 2016 live im Bremer Schlachthof auftreten, wird es neben den instrumentalen Fähigkeiten eben auch darauf ankommen, wie gut diese Musik das Publikum zu begeistern vermag. Wesentliches Kriterium ist und bleibt die Improvisation, denn Improvisation ist der Kern des Jazz, den es als musikalische Kunstform der Gegenwart einem neuen und jungen Publikum zu erschließen gilt.

Die Kriterien

Für den Bremer Jazzpreis 2016 werden Bands und Solo Akteure gesucht, die mit elektronischen Mitteln live bei ihren Konzerten arbeiten. Technisch können das u.a. Loops, Samples, Turntables, Sequencer oder Drum Machines sein. Es muss ein deutlicher Bezug zu elektronischer Musik vorhanden sein. Dieses sollte einen integralen Bestandteil der Musik darstellen.
Bei der Auswahl geht es nicht nur um den innovativen Ansatz, sondern vor allem um die musikalische Qualität und die Performance. Kommerzielles Potential ist durchaus erwünscht!
Die Kriterien für die Nominierung im Einzelnen sind:

  1. Es sollen nur Eigenkompositionen gespielt werden.
  2. Keine Orchester; die maximale Größe eines Acts darf 8 MusikerInnen nicht überschreiten; auch Einzelkünstler-Bewerbungen sind grundsätzlich möglich, wobei die Performance stets eine Kombination aus elektronischen Elementen und Jazz bzw. improvisierter Musik sein soll.
  3. Nur Künstler mit Live-Erfahrung sind zugelassen.
  4. Die Künstlergruppe sollte mindestens eine Produktion veröffentlicht haben.

>>> Die Struktur des Voting-Verfahrens

 

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