Grußwort von Bürgermeister Carsten Sieling zum Bremer Jazzpreis 2016

Bgm_Sieling_stehendIn der Jazz-Szene Deutschlands und in den angrenzenden Nachbarländern hat sich der Bremer Jazzpreis, der in diesem Jahr immerhin schon zum dritten Mal verliehen wird, einen respektablen Platz erobert. Und das sicher nicht nur, weil er mit einem Preisgeld von 10.000 Euro zu den höchstdotierten in Deutschland gehört. Das Besondere bei ihm ist, dass die Initiatoren jedes Mal innovative Ansätze suchen und diese auch würdigen. In diesem Jahr geht es um die Kategorie „Jazz & Electronics“, für die eine aus namhaften internationalen Künstlern besetzte Fachjury Vorschläge eingereicht und bewertet hat. Die Suche nach Künstlerinnen und Künstlern, die die Grenzen ihres Genres erweitern oder überschreiten, hat Tradition und passt – wie ich finde – sehr gut zu unserer Stadt. Ich erinnere daran, dass bereits 2012 in der Kategorie „Jazz mit multikulturellen Einflüssen“ ein Preisträger gesucht und gefunden wurde!

Der Preis ist natürlich – wie jeder Preis – zuerst einmal eine hohe Auszeichnung. Darüber hinaus hat er einen höchst praxisbezogenen Ansatz: Jazz-Talente sollen auf ihrem weiteren Weg in die Professionalisierung in doppelter Hinsicht eine nennenswerte Unterstützung erfahren. Einerseits durch die Resonanz, den die Preisträger in der Öffentlichkeit erfahren, andererseits durch die finanzielle Unterstützung. Damit werden zum Beispiel die Kosten einer Tonträger-Produktion oder das für die drei Finalisten vorgesehene professionelle Coaching abgedeckt.

Der vom „Freundes- und Förderkreis des Jazz in Bremen e.V.“ initiierte Bremer Jazzpreis ist für mich ein gutes Beispiel von bürgerschaftlich-kulturellem Engagement. Am Jazz interessierte Menschen aus unserer Stadt haben sich vor einigen Jahren zusammengetan, um das Projekt „Bremer Jazzpreis“ auf die Beine zu stellen. Und nun schaffen sie es bereits zum dritten Mal, dafür Spenden aus der Wirtschaft und von einer Stiftung zu sammeln. Das verdient Anerkennung.

Der „Freundes- und Förderkreis des Jazz in Bremen e.V.“ hat sich ja das Ziel gesetzt, Bremen zu einer Jazzstadt zu machen. Als Schirmherr hoffe und wünsche ich mir, dass es gelingt, mit diesem „Bremer Jazzpreis“ neben der „jazzahead“ ein weiteres Leuchtturmprojekt hier bei uns zu etablieren. Den Bremer Jazz-Fans empfehle ich, sich das Konzert der drei Finalisten am 23. September 2016 im Schlachthof nicht entgehen zu lassen!

Herzlichst, Ihr

Carsten Sieling
Bürgermeister und Präsident des Senats
der Freien Hansestadt Bremen

2016